Innovative regionale Landnutzungen für die Lausitz

Mit einem durchschnittlichen Jahresniederschlag von 550 mm, ausgedehnten Trockenperioden in der frühen Vegetationsperiode und sommerlichen Extremtemperaturen gehörte die Lausitz schon immer zu einer der klimatisch exponiertesten Regionen Europas. Verschärft wird diese Situation aktuell durch die zu beobachtende Verlagerung von Niederschlägen in die Wintermonate. Angesichts überwiegend sandiger, humus- und nährstoffarmer Böden stehen die regionale Land- und Forstwirtschaft vor der wachsenden Herausforderung, geeignete Wege für eine Anpassung der Landnutzung an diese geänderten klimatischen Rahmenbedingungen zu finden. Ziel dieser Anstrengungen muss es sein, die Wassereffizienz in der Landnutzung zu steigern. Neuartige Ansätze der Landnutzung, wie z. B. die Agroforstwirtschaft, der Anbau trockenheitsresistenter Kulturen, innovative Methoden der Anreicherung stabiler organischer Substanz in Böden, deren Nutzung als Trägerstoff für chemisch, physikalisch und biologisch wirksame Additive sowie die Entwicklung funktionaler Folien und modernster Sensorik zur Steuerung des Licht-, Stoff- und Wasserhaushaltes von Böden, können hier als Einzellösung und in Kombination helfen, die Wasserverfügbarkeit und -effizienz in den Anbausystemen zu steigern, deren Produktivität sicherzustellen und zu optimieren bzw. zu diversifizieren. Entsprechende Ansätze schaffen damit gleichzeitig eine wichtige Voraussetzung für die Ökologisierung der Produktion sowie für eine höhere, an den Zielen der Bioökonomie orientierten Wertschöpfung.

Für die Entwicklung von Technologien und Systemlösungen zur Steigerung der Klimaresilienz von Anbausystemen existiert eine weltweite Nachfrage. Mit dem in Brandenburg und in der Lausitz in der Forschung und Wirtschaft versammelten Know-how bestehen daher ideale Voraussetzungen für die Entwicklung der Lausitz zu einer Schwerpunktregion für die Anpassung der Landnutzung an den Klimawandel mit weltweiter Ausstrahlung.

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