Aufgaben und Herausforderungen eines (brandenburgischen) Gewässerverbandes in einer Braunkohle Bergbau(-Folge) Region

Vor über zweihundert Jahren begann der Braunkohlebergbau in der Lausitz. Mit der Entwicklung der Technologien zum Einsatz im Großtagebau zu Ende des neunzehnten Jahrhunderts wurden die Voraussetzungen geschaffen, um in kürzerer Zeit mehr Abraum zu bewegen und größere Flächen zu bearbeiten. Damit die Gewinnung der Braunkohle im Tagebau erfolgen kann, ist die Absenkung des Grundwassers und die Umgestaltung der Oberflächengewässer eine entscheidende Grund-voraussetzung. Mit den sich daran anschließenden Geländeveränderungen im Zuge der Rekultivierung, durch die Herstellung von geotechnisch sicheren Oberflächen, änderten sich die Gewässersysteme und Grundwasserverhältnisse noch einmal. 2018 ist der Grundwasserwiederanstieg in den meisten Bereichen der ehemaligen Tagebaue in Lauchhammer, Schwarzheide, Senftenberg und Großräschen abgeschlossen. Durch den Sanierungsbergbau werden, durch die Herstellung künstlicher Fließe, die Kippenbereiche entwässert und diese neu entstandenen Gewässer an die öffentliche Vorflut angebunden.

Der Gewässerunterhaltungsverband Kleine Elster – Pulsnitz bewirtschaftet als südlichster Wasser- und Bodenverband in Brandenburg die Oberflächengewässer im Einzugsgebiet der Schwarzen Elster von der Landesgrenze Sachsen bis zur Mündung der Kleinen Elster ca. 10 km nördlich von Bad Liebenwerda. Dabei sind ein Drittel der Verbandsflächen bergbaulich überprägt.

Der Vortrag gibt einen Überblick, welchen Stellenwert die Gewässerunterhaltung und die Gewässerbewirtschaftung für eine anthropogene Kulturlandschaft haben und welche Herausforderungen in den bergbaulich überprägten Bereichen zu bewältigen sind.

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