1. Wasserkonferenz Lausitz "Bergbau-Wasser-Klima"

Pünktlich um 9:30 Uhr eröffnete die Präsidentin der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus- Senftenberg, Frau Prof. Gesine Grande, die 1. Wasserkonferenz Lausitz mit den Themenschwerpunkten „Bergbau-Wasser-Klima“ und brachte in ihrem Grußwort zum Ausdruck, dass die BTU bereitsteht, sich auch den wasserwirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Als zugleich Stellvertretende des Vorsitzenden des Nachhaltigkeitsbeirates im Land Brandenburg wird sie die Thematik in dieser Funktion weiter mit vorantreiben.

Prof. Uwe Grünewald, Gründungsmitglied des Vereins Wasser-Cluster-Lausitz e.V. und Moderator des Vormittagsteils, stellte die Wasserkonferenz in den Bezug zum Weltwassertag, welcher jährlich am 22. März begangen wird und im Jahr 2021 unter dem Motto „Wert des Wassers“ steht. Zugleich hob er die Bedeutung und Notwendigkeit der Wasserkonferenz hervor.

Aus den etwa 10- minütigen Statements der in den drei Bundesländern Sachsen, Brandenburg und Berlin zuständigen Chefs der jeweiligen Umweltressorts sind an Schwerpunktaussagen festzuhalten, dass

  • neben dem notwendigen Wasserrückhalt in Speichern (Talsperren und Bergbaufolgeseen) auch und insbesondere der Rückhalt im Boden / Grundwasserleitern im Fokus steht (Sachsens Umweltminister Wolfram Günther),
  • die Bewältigung der Folgen und Wirkungen des Klimawandels eine landesweite Aufgabe ist, die in der Lausitz vom Bergbau überlagert wird (Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel) und
  • die Hauptstadtmetropole Berlin in ihrer Existenz und Fortentwicklung dringender denn je auf eine zuverlässige und kalkulierbare Wasserführung der Spree angewiesen ist (Berlins Umweltsenatorin Regine Günther).

Anschließend hielten gemäß Agenda alle Vortragenden mit hoher Fachkompetenz ihre Referate. Die Themenblöcke Wasser und Klima wurden von Prof. Matthias Koziol (BTU) moderiert.

Während unter Einhaltung der Hygieneregeln in dem mit 500 Plätzen ausgestatteten Audimax II 45 Teilnehmer in Präsenz waren, verfolgten bis zu 440 Teilnehmer die Konferenz am Bildschirm. Dass die technische Qualität der Übertragung nicht bei jedem einzelnen zu 100% zufriedenstellend war, sollte dem Veranstalter nachgesehen werden. Ursachen hierfür sind vielfältig bis hin zur jeweiligen Qualität der Netzanbindung bei jedem Teilnehmer.

Der zur Verfügung gestellte Zeitrahmen für Diskussionen wurde blockweise rege genutzt, auch über den Chat. Nicht alle einzelnen Anfragen konnte dabei berücksichtigt werden. Jedoch wurde versucht, gleiche oder ähnliche Anfragen zu einem Block zusammen zu fassen.

Das Schlusswort hielt die Vorsitzende der Lausitz- Runde (einem Zusammenschluss der vom Braunkohlebergbau betroffenen Kommunen aus Sachsen und Brandenburg), Sprembergs Bürgermeisterin Christine Herntier. Sie fand lobende Worte über die Konferenz, hier vor allem dem auch sichtbaren und wahrnehmbaren Schulterschluss der drei Bundesländer Sachsen, Brandenburg und Berlin im Bemühen, die wasserwirtschaftlichen Folgen des Ausstieges aus der Braunkohleverstromung kalkulierbar und verträglich zu gestalten. Betont wurde von ihr aber auch die Rolle der Kommunen innerhalb des Transformationsprozesses Braunkohle und dass neben den Pflichten beider Bergbauunternehmen LEAG und LMBV sowie der Länder auch der Bund in die Pflicht genommen werden muss.

Gegen 15:45 Uhr schloss der 1. Vorsitzende des WCL e.V., Ingolf Arnold, die Wasserkonferenz mit dem Versprechen, im 2-Jahres-Rhythmus mit wechselnden Tagungsorten weitere Wasserkonferenzen folgen zu lassen.

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